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Elektrosex

Elektrosex, Elektrostimulation, E-Stim, E-Toys... Eh, was!?

Keine Sorge, wir haben die Antworten: Strom und Sex sind zwar schon ein „altes“ Phänomen, aber erlangen gerade erst ihre verdiente Popularität. Kein Wunder! Die Technik, die Toys und die Lust darauf erfahren momentan einen absoluten Höhepunkt, der richtig Spaß macht – und auch wirklich jedem von euch Spaß machen kann!

Strom-Spiele können natürlich Teil von SM-Praktiken sein, müssen aber nicht! Ob Ihr mitten in Electric City wohnen wollt, oder lieber erstmal einen ruhigeren Außenbezirk genießt, entschiedet ihr komplett selbst.

Generell ist Elektrosex, wenn man einige Grundregeln einhält, ein ungefährliches und wahnsinnig aufregendes Highlight, das man unbedingt selbst ausprobieren sollte.

Wie ihr euer eigenes Sexleben am besten unter Strom setzt, erfahrt ihr hier.

Viel Spaß!

Unter Elektrosex versteht man ganz allgemein das lustvolle Einbeziehen von elektronischen Impulsen in sexuelle Handlungen.

Man spricht auch von Elektrostimulation, kurz: E-Stim. Die Hardware dazu wird umfassend als E-Stim Toys oder E-Stim Geräte bezeichnet – auf deren wichtigsten Unterschiede kommen wir gleich noch zu sprechen.  

Der Begriff Elektrosex steht für ein weites und aufregendes Feld, das von einem sanften Vorspiel über intensive Penetration bis zu langen Höhepunkten reichen kann.

Also von zart bis hart und von anregend bis aufregend.

Dieses unvergleichliche Kribbeln, das den ganzen Körper in Ekstase versetzen kann, lässt sich alleine oder zu zweit genießen – oder zu dritt ... ;-)

In unserem Körper sind viele sensitive Nervenenden und -bahnen, die Informationen, wie beispielsweise eine Berührung, an unser Gehirn weiterleiten. Und für diesen Informationsaustausch sendet unser Körper sogar selbst ständig elektrische Impulse. Denn: Ein Pusten auf die Haut, ein zartes Streicheln und natürlich auch einen Kuss oder Sex wandelt unser Körper von einer „Berührung von Nervenenden“ zu einem elektrischen Impuls um, den er als Stimulation ans Gehirn schickt. Eine Berührung ist also immer ein „indirekter“ elektrischer Impulse im Körper.

Smarter Dirty Talk: E-Stim Geräte und Toys sprechen unsere Körpersprache wortwörtlich fließend: Ohne eine Übersetzung zu benötigen, schießt der elektrische Impuls direkt ans Gehirn! ... und erregt uns insgesamt so phänomenal, dass wir reichlich Endorphine ausschütten.

Im Intimbereich befinden sich besonders viele sensitive Nervenenden, die dort wie eine große Spielwiese auf die tobenden E-Stim-Impulse warten. 

Für diese stimulierende Kommunikation im Körper müssen wir gleichzeitig einen positiven und einen negativen Pol berühren, damit Strom durch uns fließen kann – und genau zwischen den elektrischen Polen liegt dann der Ort, where the magic happens!

Dafür gibt es viele aufregende Möglichkeiten: Toys mit zwei integrierten Leitflächen, Toys mit einer Leitfläche und einer Klebeelektrode als Gegenpol, E-Stim Geräte mit zwei oder mehreren Elektroden und Toys, die sich genau in und an erogenen Zonen anbringen lassen, und viele mehr.

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt – zumindest nicht durch die Technik! ;-)

Die Spannung steigt: Das erste Mal Elektrosex steht vor der Schlafzimmertür. Aber keine Sorge, es kann eigentlich nichts schief gehen. Wir haben die wichtigsten Geräte, Vokabeln und Praktiken für ein tolles, erstes E-Stim-Abenteuer gebündelt. 

Die Hardware: E-Stim Gerät oder E-Stim Toy

Das breite Feld der E-Toys lässt sich neben vielen feinen Unterschieden in zwei große Kategorien aufteilen: Einmal gibt es universelle „E-Stim Geräte“, an die unzählige Toys und Elektroden, etc. angeschlossen werden können – und es gibt eigenständig funktionierende „Toys mit eingebauter E-Stim“.

  • E-Stim Gerät: Diese smarten Schaltzentralen sind so etwas wie die Kommandobrücken für alle prickelnden Ausflüge in die unendlichen Weiten – und Tiefen – des Elektrosex! Der sexuellen Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn man die Regler von zart bis hart, konstant bis rhythmisch oder pulsierend bis stoßend feinjustiert. Ob klassisch oder modern: Die spannenden Lust-Konsolen gibt es digital und analog.  

  • Angedockt: Welches E-Stim Toy man anschließt, entscheidet die Situation, die Lust oder jeder für sich: Es gibt Dildos, Analplugs, Peniskäfige, Handschuhe, Liebeskugeln oder Elektroden-Paare für ganz individuell und anregende E-Stim-Sessions. 

  • Multi-Player: Zwei-Kanal-Geräte wie der Tension Lover oder der Pure Vibes können auch zwei Toys oder Elektrodenpaare gleichzeitig versorgen und für doppelten (Paar-)Spaß sorgen! Der Zeus unter den E-Stim Geräten, ist der Cluster Buster . Er kann seine Blitze sogar in unendlich viele Toys schießen und katapultiert mit acht unabhängigen und einzeln regulierbaren Kanälen absolut jede und jeden in den Elektrosex-Olymp. Wireless remote inklusive!

  • Toys mit eingebautem E-Stim: E-Stim to go (crazy!). Denn bei E-Stim Vibratoren und Co., die mit eigenem Impulsgenerator und Leitflächen ausgestattet sind, hat man genau so viel Prickeln, aber weniger Hardware. Die E-Intensität ist über diverse vorprogrammierte Verwöhn-Modi leicht einstellbar. Ein leichter Einstieg, um sich und andere per Knopfdruck schön behutsam oder eher schnell und intensiv zum Elektrosex-Fan zu machen. Unser Tickling Truman freut sich über neue Fans ...

Wir empfehlen, sich zuallererst „außerhalb des Körpers“ mit dem Reizstromgerät vertraut zu machen. Am besten geht das, wenn man vorher ein wenig mit dem E-Toy in der Hand experimentiert:

  1. Ein E-Toy oder ein Toy, das an ein E-Stim Gerät angeschlossen ist, mit beiden Händen umschließen – damit beide Pole/Leitflächen Hautkontakt haben.

  2. Jetzt erst(!) den Strom zuschalten/das E-Stim Gerät anschalten. Keine Angst, E-Toys und E-Stim Geräte beginnen automatisch mit einer niedrigen Intensität.

  3. Die Impulse und Reize mit den Händen kennenlernen und verschiedene Intensitäten ausprobieren.

Aber Vorsicht: Auf den Handflächen und generell bei flächigem Hautkontakt verteilt sich der fließende Strom gleichmäßig. Berührt man beide Pole nur mit zwei Fingerspitzen, bündelt sich der fließende Strom auf zwei kleine Flächen (die Fingerkuppen) und wird schlagartig intensiver.

Also nicht erschrecken und, wenn möglich, vermeiden!

Wer sich schon etwas besser mit Elektrosex auskennt, den kann so leicht nichts mehr schocken ... Aber ein paar sehr sinnliche, lohnende und eventuell auch noch eher unbekannte Gadgets, wollen wir euch unbedingt noch vorstellen.

Für mehr Volt in der Vagina und prickelnde E-Rektionen ...:-) 

  • „E-Gleitmittel“: Achtet auf jeden Fall auf E-Stim-optimierte Gleitmittel, die sich mit euren Toys, mit euren Kondomen und der Leitfähigkeit vertragen. Ja, das gibt es: Spezielle Gleitmittel – wie Bonnie & Glide oder The Goldfather – die nicht nur geschmeidig gleiten, sondern auch lustvoll leiten. Ein echter E-Traum! Tipp: Achtet generell auf gute Hautverträglichkeit und verzichtet auf Produkte mit ungesunden Chemikalien!

  • Für ihn: Penis-Schlaufen Machen generell Spaß, aber mit E-Stim sind sie so unfassbar stimulierend, dass man das Köpfchen eigentlich nie wieder aus der Schlinge ziehen möchte. Ein bitzelndes Zweierset wie Rodeo Robin macht allein oder mit Begleitung Spaß. Einfach überziehen, zuziehen, aufdrehen, abgehen.  

  • Für ihn: Peniskäfige Damit werden böse Jungs ganz brav und brave Mädchen gerne mal böse. Peniskäfige mit E-Stim wie der Pubic Enemy No 1 halten nicht nur den Lümmel in Schacht, sie verwöhnen ihn während der Wartezeit auf die Freiheit auch mit elektrischen Impulsen – von lieb bis böse ...

  • Für sie: Liebeskugeln Sie ermöglichen eine tiefe vaginale Penetration, die bei jeder noch so kleinen Bewegung stimuliert. Da freuen sich das Lustzentrum und der Beckenboden, der durch Lusteier optimal trainiert wird. Besonders, wenn sanfte Stromstöße die Scheidenwände und die umliegende Muskulatur stimulieren. 

  • Für sie und ihn: Sonden Es gibt Sonden in den verschiedensten Formen, mit denen sich die unterschiedlichsten Orte erkunden und verwöhnen lassen. Sie sind leicht, handlich, bieten viel Bewegungsfreiheit und bringen die E-Stim-Impulse genau dorthin, wo sie hin sollen.

Grundsätzlich ist der Reizstrom in E-Toys ungefährlich, wenn man sie fachgerecht nach der Anleitung benutz und nicht modifiziert. Für eine bestmögliche Sicherheit sind folgende Regeln unbedingt einzuhalten:

  • Die wichtigste Regel: E-Stim nie oberhalb der Gürtellinie ausführen. Die Bereiche Herz, Hals und Gehirn unbedingt vermeiden! Die wichtigste Ausnahme dieser Regel: Nippelklemmen! Zum Beispiel unser hungriges Barry Bite-Modell, das mit zwei bi-polaren Klemmen gefahrlos an beiden Nippeln gleichzeitig knabbern kann – oder auch an den Schamlippen. Goldkanten E-Stim-Kick inklusive!

  • Weitere No-gos sind: E-Stim mit Herzfehler oder Herzschritmacher ohne ärztliche Absprache, E-Stim in der Schwangerschaft, E-Stim in Verbindung mit entflammbaren Gegenständen/Flüssigkeiten.   

Wie kann ich das kontrollieren?

Strom sucht sich immer den kürzesten Weg zwischen den zwei Polen.
Das ist die Regel, mit der sich immer überprüfen lässt, ob der Strom durch eine der drei verbotenen Bereiche – Hirn, Herz oder Hals – fließt.

Hautpflege bei Elektrosex ­– Tipps gegen Hautreizungen

Gerade bei Elektroden ist das Thema Hautreizung sehr relevant und man sollte einige Dinge beachten – ob selbstklebend oder mit externem Befestigungsmaterial:

  • Klebestellen danach sanft mit Wasser und Seife reinigen.

  • Haare an Klebestellen mit einer Schere trimmen und nicht rasieren.

  • Eventuell gereizte Stellen nicht nochmal „bekleben“.

  • Kabel sollten immer so liegen oder befestigt sein, dass kein Ziehen und Zerren an der Elektrode entsteht. 

Verbrennungen durch Reizstromgeräte?

Heiß hergehen: Ja. Verbrennungen: Nein! Dafür sind die Stromstärke und die Stromfrequenz – ganz bewusst – zu schwach.

Intimpiercings und metallische Spiralen könne den Strom jedoch anziehen und sich eventuell erwärmen. Hier gilt: Material der Spirale klären (mit Frauenarzt) und Piercing bei Wärmeentwicklung einfach herausnehmen.

Nicht unbedingt, kann aber natürlich! Und ehrlich gesagt: Ohne den Pioniergeist der SM- und BDSM-Szene wären die Technik, die Toys und die wachsende Neugier auf Volt im Schlafzimmer vermutlich noch immer auf dem Stand der ersten Glühbirne.
Elektrosex kann also durchaus auch SM sein – kann aber auch einfach alles sein, auf das ihr Lust habt.
Die Vielzahl an hochwertigen und sehr unterschiedlichen E-Toys zeigt doch, dass neben intensiven Höhepunkten gerade auch sanftere Töne, langanhaltende Stimulationen und nachhaltige Effekte, wie beispielsweise eine gut trainierte Beckenbodenmuskulatur, den „salonfähigen“ Elektrosex ausmachen.
 
Aber wie gesagt: Die Grenzen zwischen prickelnden Vorspielen und pulsierenden Bestrafungen sind nicht nur fließend, sondern mit guten Toys auch stufenlos einstellbar ;-)
 
Und jetzt viel Spaß!