Die Mystim GmbH entstand im Jahr 2008 als Ableger einer Medizintechnikfirma im unterfränkischen Mömbris. Auf Basis fortgesetzter Beobachtungen im Vertrieb von TENS-Geräten (Transkutane elektrische Nervenstimulation) erkannte das Medizintechnik-Unternehmen – geführt durch den Gründer Christoph Hofmann - schnell, dass es für Reizstrom Einsatzgebiete gibt, die abseits bisheriger Therapieformen lagen. Die Nutzung der Reizstromgeräte zur Stimulation von erogenen Zonen wurde dann umgehend aufgegriffen und mit ersten Spielzeugen aus Metall einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Dabei übernahmen Christoph und Jessica Hofmann mit Mystim die fast als missionarisch anzusehende Aufgabe, den so genannten Elektrosex überhaupt in der Erotikbranche zu etablieren und bekannt zu machen. Die elektrischen Impulse werden von einem Reizstrom-Gerät in ein elektrisch leitendes Erotikspielzeug übertragen, das – je nach Körperregion – die Spannung auf die gewünschte Körperregion überträgt und damit eine Stimulation der Nerven auslöst.

Erste Erfolge errang das Unternehmen – neben den hochwertigen Produkten - vor allem durch die  stilvolle und ansprechende Verpackung und Vermarktung, die von Anfang an dem Thema Reizstrom in der Sexualität eine gehobene Preisstellung ermöglichte. Wurde das Thema Elektrosex zunächst vor allem in Nischen und Unterspielarten aufgegriffen, hat die erotische Elektrostimulation mittlerweile den Weg in den Mainstream gefunden. Ebenso wurde 2009 mit Petit Joujoux eine sehr feminine Marke eingeführt, die sich erfolgreich auf Körperschmuck und hochwertige Massagekerzen spezialisieren konnte.

Mystim entwickelte in der Folge immer aufwendigere und vor allem technisch anspruchsvolle Produkte. Neben der Entwicklung und Nutzung von leitfähigem Silikon konnten 2011 die ersten Silikon-Vibratoren mit Reizstromfunktion entwickelt werden, die ohne zusätzliches TENS-Gerät betrieben werden konnten. Besonders diese Geräte fanden innerhalb und außerhalb der Branche großen Widerhall. Heute empfehlen zahlreiche Gynäkologen die E-Stim-Vibratoren von Mystim, da diese mit einer Beckenboden-Trainingsfunktion eine Lösung für Inkontinenzprobleme darstellen, wie sie z.B. kurz nach einer Geburt oder in fortgeschrittenem Alter auftreten können. Damit beschleunigte sich auch die weltweite Expansion und der Eintritt in weitere neue Märkte. Grundlage für diese Expansion bildet vor allem die Produktion und Montage, „made in Germany“, die am Standort Mömbris erfolgte und damit als Qualitätsgarant angesehen werden kann.

Zu diesem Zeitpunkt konnte Mystim bereits als Marktführer im Bereich für Elektrosex betrachtet werden. Aus dieser Position heraus entschied sich das Unternehmen im Jahr 2013 dazu, das bisherige Produktportfolio im Elektrosex nun auch um Produkte ohne E-Stim zu erweitern. Dazu wurde eine erfolgreiche Vibratorenreihe auf den Markt gebracht und darüber hinaus weitere Spielzeuge in einer stromlosen Variante angeboten.

Aber auch die Kernkompetenz, E-Stim wurde nicht vernachlässigt, denn im gleichen Jahr wurde mit dem Pubic Enemy erstmals ein Peniskäfig mit Reizstromfunktion auf den Erotikmarkt gebracht. Durch die ansprechende Form und die damit fast unbegrenzten Spielmöglichkeiten erreichte das Produkt nicht mehr nur Nischen, sondern führte den Hersteller von Erotikspielzeugen noch weiter in die Mitte des Mainstreams.

Heute ruht das Geschäft von Mystim auf dem erfolgreichen Absatz in Europa, Nordamerika, Russland und Australien. Dabei bildet Deutschland den wichtigsten europäischen Markt gefolgt von den Niederlanden, Großbritannien, Österreich, der Schweiz und den skandinavischen Ländern. Im Jahr 2016 wurde dem anhaltenden Wachstum Rechnung getragen und der heutige Firmensitz in Alzenau errichtet und bezogen. Mit einer Produktions- und Logistikfläche von rund 1.300 Quadratmetern und dem dazugehörigen Verwaltungsgebäude steuert die Mystim GmbH nun alle wesentlichen Aktivitäten aus der verkehrstechnisch hervorragend gelegenen Firmenzentrale. Die intensive und pionierhafte Arbeit von Christoph und Jessica Hofmann wurde im Jahr 2016 mit der Verleihung des Gründerpreises der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau belohnt und zeigt, dass moderne Erotikunternehmen außerhalb angestammter Klischees und Vorurteilen erfolgreich arbeiten können.

Die Produkte und Produktlinien wurden bis heute mit mehr als 20 Awards aus der Erotikbranche ausgezeichnet und unterstreichen damit die Innovationsfähigkeit des Unternehmens. Die Zukunft sieht Mystim im Zusammenführen von Technologie und intelligenten Erotikprodukten, die ihren Nutzern ein neues Stimulations- und Befriedigungserlebnis bieten. So arbeitet das Alzenauer Unternehmen an der Weiterentwicklung und Einsatzfähigkeit neuer Kunststoffe und Materialien ebenso, wie an der Integration von kabelloser Übertragung und Steuerung.